Transformative Atemarbeit

    Die von mir nur in Zusammenarbeit mit Bina Baum angebotenen Atemseminare sind verwandt, aber nicht identisch mit der Methode des „Holotropen Atmens„. Das „Holotropes Atmen“ (oder: holotrope Atemarbeit, vom griechischen holos „ganz“ und trepein „sich richten auf“ oder „sich begeben“, „auf Ganzheit ausgerichtet“) ist eine von Stanislav Grof entwickelte Atemtechnik, durch die man nach Ansicht ihrer Anwender in Erfahrungsbereiche eintreten kann, die dem Bewusstsein im Allgemeinen nicht zugänglich sind und die jenaseit unserer „Alltags-Identität“ liegen. Das Ziel dieser Technik ist die Bearbeitung und Integration bislang unzureichend integrierter Erfahrungen und Persönlichkeitsanteile. Holotropes Atmen wird von seinen Anwendern zur sog. „Transpersonalen Psychologie“ gezählt.

    Die Technik der holotropen Atemarbeit besteht typischer Weise aus mehreren Elementen:

    • beschleunigtes und vertieftes Atmen, Variieren des Atem-Musters
    • evozierende Musik (z.B. Instrumental- oder spezielle Filmmusiken)
    • „Tiefe Körperarbeit“, z.B. Druckmassage, „Bonding“)
    im Anschluss:

  • nonverbale Reflexion des Erlebten, beispielsweise durch kreativen Ausdruck, z. B. über Malen oder Zeichnen
  • sog. „Sharing“ (Verbaler Ausdruck des Erlebten zu zweit, z.B. in einer „Dyade“/ Erfahrungsaustausch in der Gruppe)
  • Die verschiedenen Elemente werden in unseren Gruppen in 2-er Gruppen durchlebt, wobei stets eine Person die Selbsterfahrung durchläuft und eine ausgewählte BegleiterIn den Prozess behütet und bezeugt. Der Prozess, der zwischen 1,5 und 3 Stunden dauert, wird durch passend ausgewählte Musik unterstützt. Er hat Phasen, erreicht einen Höhepunkt und klingt dann wieder ab. Die Klienten liegen dabei auf einer Matratze und werden von den Therapeutinnen begleitet. Im Laufe des Prozesses kann es (muss es aber in unserem Fall nicht) zu starken emotionalen Ausbrüchen kommen, die die Therapeutinnen unterstützend (z. B. durch Körperarbeit) begleitet. Wesentlich für unsere Art der Körper-Arbeit ist die Vertiefung des emotionalen Erlebens im Augenblick. Diese Erfahrung wird von den Menschen meist als beglückend und erfüllend erlebt.